Eyes on the Street
Shownotes
Weiterführende Links:
- Urban Policy – Dr. Mary Dellenbaugh-Losse
- Leitfaden Gendergerechte Stadtentwicklung (BMWSB)
- Buchtipp: The Feminist City von Leslie Kern
- Bericht: Vierter Gleichstellungsbericht des Bundes zum Thema sozialökologische Transformation (https://www.gleichstellungsbericht.de/gleichstellungsberichte/vierter-gleichstellungsbericht/))
Produktion:
Koproduktion der Städte Mannheim, Köln und des Berliner Bezirks Pankow
Redaktion: Jürgen Brecht, Annika Latzer-Schulte und Aline Fraikin
Moderation: Aline Fraikin
Technik: Verena Ebel (Medienkompetenzzentrum Pankow)
Jingle und Schnitt: Dylan White
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00:00:03: Wir haben da so vielleicht einen Trigger-Effekt durch bestimmte Wörter, die ich aber überwinden kann wenn ich sage
00:00:10: eigentlich geht es um Lebenserrichtung.
00:00:12: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:18: liebe Zuhörerinnern zur neunten Folge des Podcasts statt Visionen Jung gedacht!
00:00:23: In unserer Podcast-Reihe werfen wir einen Blick auf die Rechte von Kindern in unserem Land und lernen dafür von spannenden Gästen, was wir in unseren Städten und Landkreisen tun können.
00:00:31: Damit Kinder und Jugendliche in einer Umgebung aufwachsen, die ihre Bedürfnisse ernst nimmt und ihnen ein gutes Leben ermöglicht.
00:00:39: Mein Name ist Aline Freikin und ich führe euch durch diese Podcast Episode, in der wir uns heute näher mit inklusiver und diverser Stadtentwicklungen und Partizipationen beschäftigen möchten!
00:00:49: Dafür spreche ich mit Dr.
00:00:50: Mary Dellenbaugh-Losse, sie ist Stadtforscherin und Beraterin für gemeinwohlorientierte inklusive und gendergerechte Stadtentwicklung.
00:00:58: Sie verbindet Forschung, Strategie und Praxis seit Jahrzehnts mit einem eigenen Büro namens Urban Policy und seit April Zweitausendzwanzig auch als Gastprofessorin an der Universität Kassel.
00:01:11: Mary berät unter anderem öffentliche Institutionen, NGOs und zivilgesellschaftliche AkteurInnen zur gendergerechter Stadtentwicklung sozialer Inklusion, Beteiligung und kooperativer Verwaltungsentwicklungen in Deutschland.
00:01:23: Und auf europäischer Ebene.
00:01:25: Sie hat auch an einem Forschungsprojekt zum Thema kommunale Beteilligungen inklusiv und divers mitgewirkt – auf das wir im Verlauf des Gesprächs noch näher eingehen möchten.
00:01:35: Nun aber erst mal herzlich willkommen Dr.
00:01:37: Mary Dallen-Bowlosse!
00:01:38: Ja, ich freue mich total hier zu sein.
00:01:40: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:42: Bevor wir tiefer einsteigen, werfen wir einen Blick auf die Grundlagen deiner Arbeit und darauf wie Forschung Praxis und Politik zusammenwirken.
00:01:50: Könntest du uns dafür zu Beginn kurz skizzieren was du unter inklusiver gender sensibler Stadtentwicklung verstehst?
00:01:56: Und welche Kernelemente eurer Arbeit in diesem Feld am stärksten prägen?
00:02:00: Also wenn wir dann darüber nachdenken über Städte... Überlegen oft, dass Städte eigentlich ein technisches Regelwerk sind.
00:02:08: Das sind Mauern, Brandschutz und Denkmalschutz.
00:02:12: Da muss barrierefrei sein
00:02:14: etc.,
00:02:16: das sind dann erstmal so technische Anforderungen.
00:02:19: Aber das womit ich in meinem Arbeit mich befasse ist auch die Tatsache, dass diesen Strukturen für Menschen da sind und Menschen sehr heterogen sind.
00:02:31: die Menschen, für denen wir dann uns einsetzen in der Stadtplanung.
00:02:36: Sie haben anderen Bedürfnissen als unseren sogenannten Durchschnittsmensch.
00:02:41: und wenn ich durchschnittsmensch sage also ich muss auch gestehen dass der Mensch den wir so ein bisschen als Norm nehmen.
00:02:50: Ich nenne das immer so oder ein bisschen das Max-Mustermann Effekt.
00:02:54: Das ist eine Person, der oft sozusagen unhinter fragt so in unserem Köpfen rumläuft.
00:03:01: und der ist männlich, der ist nur dreißigvierzig Jahre alt.
00:03:06: Der ist körperlich fit, der geht Vollzeit arbeiten vielleicht macht er Sport.
00:03:11: Vielleicht hat er Kinder aber übernimmt nicht unbedingt sozusagen der Mehrheit der Kehrarbeit für diesen Kinder.
00:03:17: das heißt also Themen wie Begleitwegel fallen für ihn nur geringfügig dann infrage.
00:03:23: und das sind die Personen für dem wir unseren Städten planen.
00:03:27: Also das sind Menschen, die grundsätzlich ein relativ einfaches im Einführungsstrichen Lebensführung haben und dann behandeln wir allen anderen auch wieder in Einführungstrichen als werden sie Sonderfällen.
00:03:45: dabei sind sie eigentlich der Mehrheit.
00:03:48: Das sind Kinder und Jugendliche, das sind Frauen.
00:03:51: Das sind ältere Menschen mit körperlichen Geistige oder Sinnes-Einschränkungen.
00:03:57: Und all diesen Personen möchten wir mit unserer Arbeit, die möchte ich mit meiner Arbeit dann wirklich explizit entgegenkommen – mit ein besseres Angebot was der Städte angeht!
00:04:07: Das ist witzig mit dem Max-Muster-Manifekt.
00:04:09: Ich denke gerade an Le Corbusier und diesen Mustermenschen um den herum auch männlich, ich glaube ein Meter, sieben, achtzig oder so groß dieser Durchschnittsmensch anhand dessen ja dann glaub' ich die Unität der Vitation komplett räumlich sozusagen angepasst hat.
00:04:26: Ja und vielleicht grade an dem Punkt also gerade diesen Grundsätze, die Le Corbousier dann auch ... dass unsere Städten funktionell getrennt werden sollten.
00:04:37: Wir trennen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr.
00:04:41: Die unterliegen immer noch unseren Flächennutzungsplanung in Deutschland.
00:04:46: Unsere Städte werden weiterhin da geplant, dass unseren Freiräume weit weg sind von unseren Wohnräumen.
00:04:53: Und wiederum weit weg von unseren Arbeitsräumen sind.
00:04:55: Das heißt also die Wege sind lang!
00:05:00: Ja, ein Kombinierbarkeit.
00:05:02: So eine Vereinbarkeit von Arbeit und Privat ist auch erschwert aber auch das Leben erschwert von Menschen die zum Beispiel noch nicht oder nicht mehr Autofahren oder Nicht-Auto fahren dürfen.
00:05:12: Das erinnert mich an dieses Leitbild der fünfzehn Minuten statt und davon vielleicht abgeleitet, welche weiteren zentralen Begriffe oder Konzepte sind wichtig in eurer Arbeit um das Thema überhaupt begreiflich zu machen.
00:05:27: Oder welche Missverständnisse begegnet ihr eigentlich auch in deiner Arbeit?
00:05:31: So ein Missverständnis ist glaube ich relativ leicht anschlussfähig.
00:05:36: Ist das Begriff Gender?
00:05:38: Und das läuft dann so von meiner... also meine amerikanische Lippen dann relativ leicht ist, so für mich vielleicht leichter auszusprechen als das Wort Geschlecht.
00:05:47: Und gleichzeitig wenn ich gender sage, dann mein ich auch das soziales Geschlechte.
00:05:51: Das heißt also wie ist es denn überhaupt sozialisiert zu werden?
00:05:55: Als Mann oder Frau?
00:05:57: und die Stereotypen Norm und Erwartung, die mir entgegen gesetzt werden dann wirklich jeden Tag.
00:06:04: Für wen wird es erwartet, dass er oder sie die Kinder von der Kita abholt?
00:06:08: Von denen wird erwartet das Er- oder Sie das Haushalt schmeißt.
00:06:12: Und wenn das Haus ein bisschen unordentlich ist ... Wen wird das zu Füße gelegt?
00:06:18: Das sind eben die Themen, die uns oft begegnen und deswegen also das Wort Gender oder Feminismus oder vielleicht Intersexualität wäre das Begriff kennt.
00:06:28: Diesen Begriffen sind oft Wörter, die relativ großen Widerstand auslösen können, nicht immer aber können.
00:06:38: Und auch wenn ich das Verbildliche mit was ich eigentlich meine und da kommen wir dann gleich dazu, dann erfahre ich eigentlich großen Zuspruch.
00:06:50: Das ist richtig schön zu beobachten.
00:06:53: Wir haben vielleicht einen Trigger-Effekt durch bestimmte Wörter die ich überwinden kann, wenn ich sage eigentlich geht es um Lebensrealitäten.
00:07:04: Ich nutze den Begriff statt der kurzen Wege, weil da der fünfzehn Minuten statt dem unterliegt dann auch eine Annahme.
00:07:13: Das ist wieder so ein kleinen Fall.
00:07:17: tatsächlich also dass die Annahmen, die dahinter steckt es das Mensch in fünfzeh Minuten einen Kilometer zurücklegen kann und das ist natürlich nicht unbedingt der Fall wenn man zum Beispiel ein zweijähriges Kind an der Hand hat.
00:07:32: wir wissen Zum Beispiel, wie lange Ampelscheidzeiten.
00:07:36: Also ich stehe da mit meinem Team und ja also die Leute gucken ist ein bisschen komisch an wenn wir dastehen mit einem Klemmenbrett und einen Stoppuhr und stoppen die Zeit, wie lang der Grünphase ist.
00:07:48: aber mein Büro ist wer Berlin ein bisschen kennt auf der Eisenstraße das sind vier Spuren in jede Richtung Und da ist ein Kita direkt hinter meinem Bürogebäude, unter A-hundert Ausfahrt auf der anderen Seite.
00:08:02: Und ich sehe ganz genau also gerade wer überquert dann die Straße und wer bleibt auch in der Mittelinsel stehen?
00:08:11: Das sind oft dann die Mütis mit den Kindern, die dann dastehen mitten Kinderwagen und noch einen kleinen Kind an der Hand und sind dann eben diese Hitze, den Lärm und alles ausgesetzt.
00:08:23: Das heißt also Stadt der kurzen Wege auf jeden Fall.
00:08:26: Aber auch ich schaue mal, da knüpfe ich gerade an meinen vorherigen Antwort an die Nutzungsmesschung.
00:08:34: Eine nutzungsgemischte Stadt ist gut für viele Zielen, die wir dann haben.
00:08:40: Das ist einmal für die kurzen wege zwischen Alltag und Beruf und Schule und Kita und Büro aber besonders gut für eine soziale Kontrolle.
00:08:53: Das heißt, wir unterscheiden uns zwischen einer aktiven und passiven sozialen Kontrolle, aktiver meint da sind die Augen auf der Straße, das ist so ein direkten Zitat von Jane Jacobs aus The Death and Life of Great American Cities aber auch ... Wir haben eine passive soziale kontrolle.
00:09:13: D.h.,
00:09:14: das Licht ist an.
00:09:15: ich könnte dann da jemanden zugerufen.
00:09:20: Also dann ist jemandem da, man hat das Gefühl also die diesen Person schaut gerade nicht aus dem Fenster.
00:09:25: aber wenn ich laut schreihe vielleicht kommen sie dort so Fenster.
00:09:29: und gerade diese Mischung die ist unfassbar wichtig für ein Sicherheitsempfinden in Städten.
00:09:35: und wir wissen auch von vielen Fragen also Befragungen die wir machen dass des Frauen und Mädchen vor allem und Menschen Diverser Geschlechtseintragen berichten davon, dass sie viel mehr Angst empfinden in unseren Städten.
00:09:50: Die fühlen sich unsicher auch wenn die Kriminalitätschafistik ein ganz anderes Bild darstellt.
00:09:57: Das heißt der absolute Worst Case wäre sozusagen wie ... Einigen amerikanischen Großstädten, so pure Wirtschaftszentren Downtown in die Mitte zu machen, die einfach nachts sozusagen keine Beleuchtung mehr haben.
00:10:11: Tote Zonen sind ein bisschen wo man diese soziale Kontrolle nicht hat.
00:10:15: Ja genau das meine ich.
00:10:16: also.
00:10:16: ich komme aus der Nähe von New York City und ich sage immer wieder mal downtown Manhattan gerade unseren Wirtschafts Zentrum ist absolut Angstraum pur am Wochenende, weil diesen ganzen Erdgeschosszonen die unfassbar belebt sind unter die Woche.
00:10:34: Wo alles richtig so Remidemi ist.
00:10:37: Die sind komplett ausgestorben am Wochenend.
00:10:39: und das heißt auch gerade da hat man das Gefühl auch wenn es vielleicht nicht passiert mir könnte ja eigentlich alles passieren und niemand würde da sein um hier zu helfen.
00:10:50: Kommen wir vielleicht mal zur nächsten Frage.
00:10:53: Welche konkreten Beispiele oder Projekte empfiehlst du unseren Hörerenden, wenn Sie sich einmal eine erfolgreich umgesetzte inklusive und gender-sensibel Stadtentwicklung in der Praxis anschauen möchten?
00:11:04: Also es gibt zwei Städte die für mich dann immer so als Vorreiterstätte da stehen.
00:11:11: das ist einmal Wien.
00:11:13: Wer sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat wird das vielleicht... Erwartet haben.
00:11:19: Wien betreibt seit über dreißig Jahren eine Gender-Planning, so heißt das, also eine Gender Mainstreaming.
00:11:27: Das heisst eine Integration von Genderbelangen in Stadtplanung.
00:11:34: In alles von Freiraumgestaltung die Breite von Gehwegen.
00:11:39: Sechszig Prozent die Wohnbestände sind im kommunaler Hand.
00:11:43: Das heißt auch, sie haben da einen unfassbaren großen Hebel.
00:11:47: Da was zu machen.
00:11:49: aber auch die räumliche Gestaltung von neue Quartiere also dass Sie zum Beispiel immer halb öffentliche Gehwege haben so das Kinder allein zur Schule gehen können.
00:12:00: gerade da das Thema Begleitwege.
00:12:03: wer muss das Kind zur Schule bringen bevor er oder sie ins Büro geht?
00:12:08: ja also gerade dann wenn Wege besonders sicher sind, wenn Städte kinderfreundlich gestaltet werden.
00:12:15: Da fallen Begleitwege weg!
00:12:17: Das heißt also ein kinderfeindlicher Stadt ist für sowohl die Kinder als auch für die Eltern gut.
00:12:23: Das zweite Beispiel ist die Stadt Ömeo im Nordschweden.
00:12:28: Ömeow hat auch für sich Gender-Mainstreaming auf die Fahne geschrieben und zwar war ein Pilotstadt für die Gleichstellungsarbeit in Schweden.
00:12:39: Das mag schon was heißen.
00:12:42: Das heißt, Sie haben dann auch das Thema Ihnen ganz viele strategischen Themen integriert und zum Beispiel als sie einen neuen Tunnel unter die Gleise an deren Bahnhof gebaut haben.
00:12:57: So eine ganz typische Angstraum, so ein Tunnel am Bahnhof.
00:13:01: Haben Sie das wirklich mit Gender Planning?
00:13:03: Und mit einer gezielte Beteiligung von Frauen gestaltet.
00:13:07: Und die ist sehr erfolgreich, also gut beleuchtet in einer lange Kurve wo man überall sehen kann was auf einem zukommt.
00:13:14: da sind keine versteckte Winkel und eine sehr breiten Gehweg mit punktuelle Sitzmöglichkeiten weil es auch ne langsame Rampe hochgeht dass Leute die dann halt sich ausruhen müssen oder wollen das können.
00:13:30: Das heißt so Dinge wie Einsehbarkeiten spielen bei dem Thema Sicherheit eine riesengroße Rolle und kommen eigentlich beiden Zielgruppen, sowohl jungen Menschen als auch im Gender-Kontext sensibleren Zielgruppe zugute.
00:13:47: Also da gibt es Überlappungen an den Bedarfen oder?
00:13:52: Auf jeden Fall!
00:13:54: Und wir sehen aber auch... also ich bin gelernte Landschaftsarchitektin und arbeite jetzt in der Stadt Plano dass wir oft nur für eine Gruppe planen, als würden dann niemand anders diesen Raum benutzen.
00:14:10: Ich nehme das Beispiel von Kinderspielplätze.
00:14:14: Wir gestalten Spielplätze, als würde die Eltern so ein Nebengedanke sein?
00:14:21: Also da stehen Bänke in der prallende Sonne irgendwo am Rande neben einen vielspuligen Straße, als Würde deren Offenheitsqualität eigentlich gar nicht zählen.
00:14:34: Dabei möchte ich auch betonen, dass unsere Parkbänke in Deutschland auf den Körpergröße einst Achtzig genormt sind.
00:14:43: Wir planen auch keine Kindergrößen-Sitzmöglichkeiten an Spielplätzen, obwohl wir eigentlich Kinder dort erwarten.
00:14:49: Das heißt, wir haben kein Tisch oft da, obwohl will wissen das viele Pausenbrote gegessen werden.
00:14:56: Wir haben keinen Sitzmüglichkeiten für die Kinder und oft haben wir auch keine weitere Ideen als so bisschen Das Schema F-Turm mit Rutsche, zwei Schaukeln und einen kleinen Klettergerust.
00:15:10: Was wir sehen wenn wir eine Raumbeobachtung machen von diesem Objekt auf ein Fallschutzsand in Landschaftsarchitektur mit diesen drei Bänkel ist dass die Jungs typischerweise so in die Mitte sind.
00:15:27: sie toben sich richtig aus Und die Mädchen sind oft dann am Rande und backen ein Sandkuchen vom Mutti.
00:15:37: Wir sehen ganz genau, wie es dann eine Geschlechterunterschied gibt.
00:15:41: schon in ganz jungen Jahren auch wehr-auchwesten Erwartung zugetragen werden.
00:15:49: Dass die Mädch'n dann schon einen Kehrarbeit nachahmen im ganzen jungen Jahr.
00:15:54: Das sehen wir immer wieder übertragen sozusagen im älteren Mädchen und junge Frauen.
00:16:02: Dass denen auch gesagt wird, pass auf deine jüngeren Geschwister oder helft deine Mutti in der Küche.
00:16:09: Sodass wir dann auch in einer Beteiligung erlebt haben dass zum Beispiel ein Mädchen die sechszehn Jahre alt war gemeint hat sie braucht keinen eigenen Raum für sich aber sie hätte gerne eine Sitzmöglichkeit an dem Spielplatz weil da ist sie mit ihren jungeren Geschwestern.
00:16:26: Du hast gerade schon über Klemmenbretter Fußgängerampeln gesprochen und Beobachtungen, die du so mit deinen Kolleginnen machst.
00:16:34: Dahin geht auch ein bisschen.
00:16:35: meine nächste Frage also welche Daten erhebt ihr oder welche Daten benötigt man um den Erfolg von städtebaulichen Vorhaben in Bezug auf Teilhabe und Barrierefreiheit beispielsweise zu messen?
00:16:46: Geht es da um genau Nutzungszufriedenheit, die ihr vor allem ethnografisch sozusagen erforscht?
00:16:53: oder macht ihr Interviews?
00:16:55: Gehen sie ganz konkret um physisch messbare Geschichten?
00:17:00: Wir machen das ganz unterschiedlich.
00:17:02: Zum einen weiß ich, dass bestimmte Barrieren für bestimmten Gruppen einfach unüberwindbar sind.
00:17:08: Das heißt auch eine Bordsteinkante schließt faktisch bestimmte Gruppen aus.
00:17:13: Wenn der vorhanden ist dann weiß sich, bestimmte Truppen können diesen Raum nicht begehen.
00:17:17: Punkt!
00:17:21: ist es dann oft so, dass wenn wir ein bisschen Bestandsaufnahme machen und so einen Istzustand.
00:17:26: Dann schaue ich schon an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedliche Uhrzeiten im besten Falle.
00:17:32: Wer ist eigentlich da?
00:17:34: Und wie repräsentativ ist diese Gruppe im Vergleich zum Stadtteil oder dem Bezirk?
00:17:42: Das heißt, wenn ich auf den Platz gehe
00:17:46: Z.B.,
00:17:46: da ist eine Kalisthenikanlage, das ist ein relativ typische Baumaßnahme was wir oftmals im Parkstone bauen und ich sehe dass da eigentlich nur durch trainierte Männer sind zwischen acht zehn und vierzig dann weiß ich auch dass diesen Raum eigentlich nicht eins Gute kommt.
00:18:05: und ich frage mich dann halt so was könnten wir da ergänzen an Angebote?
00:18:10: oder wie können wir den Raum vielleicht etwas anders strukturieren durch Böschung oder so was, dass da etwas mehr Privatsphäre dann da ist zum Beispiel.
00:18:21: Wir sehen oft das die Aneignungspotenzial.
00:18:27: Also wer fühlt sich wohl eine Raum für sich anzueignen?
00:18:32: Hat viel damit zu tun wie exponiert diesen Raum ist.
00:18:36: Das heißt ich war neulich in ... Neulich!
00:18:40: Ich war es vor ein paar Jahren In Friedrichstein unterwegs.
00:18:45: Da wurde ein längnlichen Park in der Nähe der Bergheim fertiggestellt und ein Teil davon ist eine Skate-Anlage mit einem Ballkorb.
00:18:56: Es gibt dann aber auch schön neu gemachten, richtig gut berollbaren Wege.
00:19:02: Was spannend zu beobachten war ... Das war in der Pandemie.
00:19:08: Auf diesem Skateplatz war ein wunderschönen Tag.
00:19:10: Wir erinnern uns vielleicht zurück in der Pandemie, wir haben uns tierisch gefreut, da rauszukommen.
00:19:16: Da waren vierundzwanzig Jungs und eine Mädchen auf diesen Skateplanlage.
00:19:21: Aber etwas weiter hinter wo niemanden die so richtig beobachten könnten, haben drei Mädchen in Leinen dann probiert geübt weil sie sich nichts sicher gefühlt haben.
00:19:34: Und ich habe mit denen so ein bisschen gesprochen, und Sie haben gesagt ja wir haben Angst!
00:19:38: Wir wollen nicht dann halt einen Unfall haben, wir wollen uns aber auch nicht
00:19:41: blamieren.".
00:19:43: So... Und gerade dieses Thema was wir dann oft in unterschiedliche Bereichen von den Leben von Frauen- und jungen Mädchen sehen.
00:19:53: Ich sage mal so'n bisschen überspitzt wenn Männer der Antwort kennen Mit siebzig Prozent heben Sie die Hand, und wenn die Frau das kennt mit hundertfünfzig Prozent, dann hebt sie erst den Hand.
00:20:05: Das sehen wir auch in der Anreignung von Räumen.
00:20:08: Und wir sehen aber auch da einen Altersunterschied.
00:20:11: Das heißt also sagen wir mal, wir haben nur ein Beikäfig.
00:20:16: Die Mädchen spielen da, die werden oft verdrängt von den Jungs.
00:20:20: Die jüngeren Jungen werden aber dann von den Älteren verdrängt.
00:20:24: Das heißt, am Ende setzen sich diejenigen durch, die sozusagen am Durchsetzungsfähigsten sind logischerweise.
00:20:32: Das heisst auch wenn wir ein Flächenknappheit haben und nicht sehr viele Räume haben beobachten mir das tatsächlich Mädchen oft gar nicht mehr den öffentlichen Raum aufsuchen Und das ist schade, weil das schadet natürlich nicht nur den Teilhabel an unseren öffentlichen Güter.
00:20:51: Sondern aus meiner Sicht auch die Demokratiebildung bei der Zugang zu öffentlicher Raum und der Polis was da draußen ist dann auch ein Teil davon ist an unserem Gesellschaft teilzuhaben.
00:21:03: So kommen wir mal zu dem Thema, was ich eben schon kurz angesprochen habe.
00:21:07: Von dreiundzwanzig bis fünfzwanziger hast du an einem Vorhaben vom Verein Kinderfreundliche Kommunen mitgearbeitet bei dem es um das Thema kommunale Beteiligung inklusiv und divers ging.
00:21:17: Worum ging's bei dem Projekt?
00:21:20: Also das Projekt ging von der Feststellung aus dass traditionelle Beteiligungsformate erwachsen wie für Kinder und Jugendliche oft gerade diejenigen erreichen, die ohnehin beteiligt sind.
00:21:33: Die ohnehin über Privilegien in unseren Gesellschaft verfügen.
00:21:37: das heißt wir sehen dass zum Beispiel diejenige die im Erwachsenenbeirat sind sind diejenigen mit einem akademischen Titel und deren Kinder sitzen dann im Jugendforum.
00:21:47: also die Idee hinter dieses Projekt dass von Kinderfreundliche Kommune e.V.
00:21:52: kam, war eben das ein bisschen aufzubrechen und zu schauen wie kann eigentlich Kinder- und Jugendbeteiligung diverser werden?
00:22:00: Was sind die Voraussetzungen dafür?
00:22:03: Und das ist auf Basis der Antibiasansatz.
00:22:08: Das heißt auch wir haben Fortbildungen in drei Kommunen durchgeführt Und dann durch Streifzüge, also durch tatsächliche Kinder- und Jugendbeteiligungsmaßnahmen das mal ausprobiert.
00:22:24: Welche Kommunen waren das?
00:22:26: Und was waren eure Erfahrungen bei diesen Streifzeugen?
00:22:29: In dem Projektdurchlauf ging es um Nauen, Flensburg und Pochheim, Pochheimeristen vor Ort von München.
00:22:37: Wir hatten ganz diverse Gruppe an Fachkräfte erreicht.
00:22:42: mit der Fortbildung In jede Kommune fanden dann zwei Beteiligungsmaßnahmen statt.
00:22:49: Und die waren mit sehr diversen Gruppen, also alles von Jugendlichen mit Rassismus-Erfahrung bis hin zur SchülerInnen mit einem besonderen pädagogischen Förderbedarf.
00:23:02: Also wirklich von bis und wir haben aber gesehen es gibt bestimmte Qualitätsmerkmale, die dafür wichtig wären um Kinder und Jugendlichen ein hochqualitative Beteiligungserfahrung zu bieten.
00:23:19: Was wir ebenfalls gesehen haben, ist dass eine schlechte Beteilligungserfahrung viel länger nachhalt als einen guten Leider.
00:23:30: Das heißt, so gerade dann zu verstehen was passiert mit meinen Beiträgen.
00:23:35: Wie geht es weiter?
00:23:36: Wer ist mein Ansprechpartner?
00:23:37: Partnerin genau und das sind natürlich besonders wichtig diesen Kontinuierlichkeit weil eben wir natürlich nur punktuell unterwegs und dabei waren.
00:23:48: wie habt ihr diese Gruppen erreicht in den Pilotkommunen?
00:23:52: also wie seid ihr da vorgegangen?
00:23:53: habt ihr mit Schulen kooperiert oder habt ihr wirklich konkret Menschen im öffentlichen Raum angesprochen?
00:24:00: Also in jeder Stadt gab es dann ein Projekt.
00:24:04: Ein Projekteam, die das Thema für sich dann ergriffen haben.
00:24:09: Sie haben sich auf das Projekt beworben und wir haben die wissenschaftliche Begleitung dessen auch durchgeführt.
00:24:17: Das heißt auch die Projektteams in den jeweiligen Kommunen haben sich um die Akquise der Teilnehmenden gekümmert Einfach anders gestaltet.
00:24:31: In manchen ging es explizit, das Ziel war explizite eine Mischung von Kindern aus unterschiedlichen Milieus zu fördern.
00:24:43: In anderen ging es eher um einen Schutzraum für margolisierten Gruppen oder Gruppen mit Diskriminierungserfahrungen so dass sie einfach andere Sachen sagen könnten und deshalb ... Das ist so ein bisschen das, was das Antibiasansatz dann auch sagt.
00:25:02: Die Antibies-Ansatz setzt voraus dass wir uns mit unseren eigenen Haltung und mögliche Diskriminierung dann auseinandersetzen und reflektieren darüber wie unsere Ansprache und wie wir unseren Angebote strukturieren vielleicht Gruppen ausschließen könnte.
00:25:19: Das heißt beispielsweise Wir führen gerade das Projekt ein zweites Mal für den kinderfreundliche Kommune.
00:25:25: Ich fahre dann durch und eine Kommune hat mir zurückgemeldet, sie haben darüber reflektiert dass zum Beispiel ihre Werbeplakate für Jugendliche oft einen Graffiti-Schrift haben was relativ männlich kodiert ist so ein relativ männig gelesenen Schrift.
00:25:44: überlegen jetzt wie Sie umsetzen können, dass es Mädchen mehr anspricht.
00:25:49: Weil sie merken auch im Jugendzentrum kommen nur die Jungen und die Mädchen sagen wenn da achtzig Prozent Jungs sind dann fühle ich mich da nicht wohl so in der Stadt Ömio den gegenüber.
00:26:01: Sie haben ein Sonat Audit gemacht von ihren Jugendräumen Und haben diese dann auch genderneutral dargestellt.
00:26:09: das heißt also anstatt dass der Kickertisch mitten im Raum ist steht da Kickertisch in einem Hälfte von dem Raum.
00:26:16: Und in der anderen Hälfe ist ein Couch so eine Launch-Ecke oder, also damals ging es um den PlayStation III glaube ich, dass das Angebot an Spiele ausgewogen ist und unterschiedliche Interessen... Es geht nicht darum, dass wir dann sagen die Mädchen mögen Puppen und daher stellen wir Puppe zur Verfügung.
00:26:40: Weil das reproduziert nur Stereotypen sondern wir sagen Wir verstehen, dass Menschen und Jugendlichen sowieso heterogen sind und unterschiedliche Interessen und Lebenslagen haben Und wir wollen diese Diversität bedienen.
00:26:59: Statt nur Fortnite zu haben, haben wir auch Dance-Dance-Revolution oder Minecraft oder andere Spiele, die dann vielleicht einen anderen Zielgruppe ansprechen.
00:27:14: Diesen Interessen haben nicht zwingend was mitgeschlecht zu tun aber die Sozialisierung hat in allen Fluss darauf, welchen Angebote Ich wahrnehme.
00:27:26: Und würdest du dann dazu raten, dass man... Also ich setze mich zum Beispiel in der auch Erwachsenen-Bürgernbeteiligung auch damit auseinander wie kriegen wir es endlich hin, repräsentative Ergebnisse zu generieren?
00:27:39: und Ich bin da immer so ein bisschen hin- und hergerissen zwischen gut, dann mache ich halt irgendwie verschiedene Plakate in verschiedenen Sprachen.
00:27:47: Und poste die auf verschiedensten Kanälen usw.
00:27:50: und sofort oder sage ich, ich mach irgendwie einen Plakat und probiere da diese One Fits All eine generische Lösung, die alle Zielgruppen möglichst gleichermaßen anspricht.
00:28:00: also wo würdest du eher zu raten?
00:28:03: Ich würde sagen ja beides leider.
00:28:08: tatsächlich ist es immer eine Zielsetzungsfrage.
00:28:14: Wenn wir wissen, dass wir mit unseren Standardangeboten bestimmten Gruppen schon erreichen ... Dann können wir auch sagen, gut.
00:28:23: Wir haben eine Sättigung von den Antworten von diesen Gruppen dann erzielen wir ganz spezifisch anderen Gruppen.
00:28:30: das heißt aber oft dass wenn wir Beteiligungen gestalten und es ist auch immer eine Kosten- und Ressourcenfrage, dass wir auf die Gruppen zugehen oder dass wir ein Angebot machen.
00:28:41: also ich finde das immer ein bisschen pervers, dass wenn man über Beteilligung reden wird nicht über die Perspektive von dem Beteilegten Was haben Sie eigentlich was davon?
00:28:53: Wir wollen etwas von denen.
00:28:55: Wir sollen den wenigstens einen schönen Grillparty geben oder ein Pizza und so.
00:29:01: gerade das war etwas aus unseren Ergebnisse, also da einfach diese Wertschätzung jugendlicher gegenüber zu bringen.
00:29:11: Herzlich willkommen!
00:29:13: Wir sitzen jetzt im Sitzungsseil der Bezirksrathaus in einem Ort dass richtig so ein Ehrenwärter Ort ist.
00:29:23: Und wir haben auch noch Snacks und Drinks, ihr dürft dann so ein paar Freebies mitnehmen.
00:29:28: Das zeigt eine Wertschätzung die Jugendlichen gegenüber.
00:29:31: das ist auch die Generation unseren Zukunft.
00:29:34: also ich finde es auch schade wie wenig Angebote wir räumlich für vierzehn bis achtzehnjährigen da haben die in Anführungsstriche als Stürfaktor wahrgenommen werden.
00:29:51: Aber wir planen keine Orte für sie, also die Spielplatzverordnung sagt dass nur Kinder bis vierzehn Jahre sich da aufhalten dürfen.
00:30:00: und wir plan aber auch keine Jugendorte.
00:30:03: Wir tun so, als würde diese Gruppe keine Bedürfnisse haben.
00:30:06: Dabei haben sie eine unfassbar großen Bedürfe an öffentlichen Räumen.
00:30:10: Als ein Ort der Auseinandersetzung mit dem eigenen Identität, mit der Gruppenidentität die Ablösung von der Familie des Erwachsenwerdens aber auch so ein Teil davon ist das Jugendliche Raumbrauchen um in einem sicheren Rahmen Risiken einzugehen, dass sie da auch Grenzen testen können.
00:30:33: Ihren eigenen und die Grenzen von Eltern erwachsenden sorgeberechtigten Lehrende etc.
00:30:41: Wir beschäftigen uns in Pankow total viel mit dem Thema Jugendorte und es ist so zäh weil wir so krass an dieses Spielplatz gesetzt sozusagen.
00:30:51: Es ist tatsächlich eine rechtliche Frage, wie wir diese Orte bezeichnen.
00:30:57: Und wir kommen nicht drum herum es als Spielplatz auszuweisen was dann wieder kleine Kinder mit Eltern anlockt wo Jugendliche sich vielleicht nicht wohlfühlen in deren Präsenz oder die dann verscheucht werden.
00:31:09: aber Wir dürfen auf keinen Fall nur Jugendort dran schreiben.
00:31:12: also das ist ein totale Also in meinen Augen eine totale Fehler und Lücke im Gesetz sozusagen.
00:31:20: Also wie du sagst, einfach eine Gruppe die immer den Kürzeren zieht.
00:31:24: Ja tatsächlich also in meiner Lehre an der Uni Kassel hatten wir dann in meiner allerersten Semester hieß mein Kurs on the margins und da ging es um Stadtentwicklung für Gruppen, die von Stadtentwirkungen magnetisiert sind.
00:31:42: Und da haben meine Studierenden gesagt eigentlich Die Obdachlosen und die Jugendlichen werden gleichwohl verdrängt mit dem gleichen Mitteln.
00:31:53: Und auf den gleichen Wege, was sagt das eigentlich über unseren Gesellschaft aus?
00:31:58: Also ich finde auch wir haben eine gesetzliche Probleme also die Grundlage von dem zum Beispiel Grünflächen gesetzt in hier in Berlin und des Spielplatzverordnungen.
00:32:12: Das stellt uns seine rechtliche Hürde und gleichzeitig finde ich auch spannend immer wieder zu beobachten, dass wir über Räume Plane nur verfügen.
00:32:23: Also würden Sie sozusagen die vierundzwanzig Stunden der Uhr immer nur für eine Gruppe zur Verfügung stehen.
00:32:31: Dabei wissen wir natürlich, dass Jugendliche sich auf Spielplätze treffen weil wo sollen sie dann sich sonst treffen?
00:32:37: Außer auf Supermarkt-Plätze das Lieblingsort von allen Jugendlichen irgendwas preiswertes zu trinken, preiswärtes zu essen und also normalerweise auch so eine kleine Überdachung.
00:32:50: Also das heißt gerade da können wir schauen Gibt es die Möglichkeit zum Beispiel, dass wir ab vierzehn-fünfzehn Uhr sagen.
00:33:01: Also da sind dann erweiterte Möglichkeiten oder das eine Hausordnung da so gelockert wird?
00:33:07: Ja und wo ich dann besondere Herausforderungen finde ist in die Siedlung der Nachkriegsmoderne also das ist oft so ne aufgelockerte nur so Park ähnlich Das is wieder Le Corbusier.
00:33:22: Das sind dann unsere Hochhaussiedlungen, aber auch so kleinere, auch in kleineren Maßen.
00:33:29: Wir sitzen im Panko und das sehen wir hier im Nordpanko relativ viel.
00:33:34: Und gerade da sind die Jugendlichen besonderen Störfaktoren, weil es ein Raum ist, in dem einen Schall wirklich nach oben und in allen Richtungen geht.
00:33:44: Auch diese Räume sind Privatbesitz von den Wohnbaugenossenschaften und Wohnbaugesellschaften.
00:33:50: Da kann das Wohnbaugesellschaft auch sagen, wir bauen da kein Korb, weil da das stürzt ein?
00:34:00: erleben wir in Buch ganz viel, dass Jugendlichen die Räume wegbrechen.
00:34:04: Die Freiräume sozusagen und jetzt mischen sie sich halt vom auf dem Netto-Parkplatz mit der Trinkerszene.
00:34:10: also auch zu solchen Tendenzen kommt es da.
00:34:13: Du hast gerade schon ein paar angesprochen.
00:34:14: aber welche anderen größten Herausforderungen siehst du bezüglich der Umsetzung von inklusiver und gender sensibler Planung und Beteiligung der Zeit?
00:34:23: Und welche Fehler gilt es zu
00:34:24: vermeiden?".
00:34:26: Also die größte Herausforderung, die ich beobachte ist dass viele Leute denken das ist etwas obendrauf on top.
00:34:36: So eine Zusatzaufgabe und lehnen es deshalb Part two ab weil sie haben ohnehin genug zu tun nicht genug Personal Budget-Knopfheit Haushaltssperre etc.
00:34:47: wir können alle davon ein Lied singen im Moment.
00:34:51: Und gleichzeitig würde sich sagen also dass inklusive herangehensweise, so ein bisschen wie die Barrierefreiheit ist.
00:35:01: Die Barrierenfreiheit wenn wir sie bedenken von Anfang an erhöht die Kosten vom Bau um einen bis zwei Prozent und das gleiche gilt für Neubau Maßnahmen.
00:35:14: also wenn wir dann über eine Inklusivität sprechen oft sind es relativ kleine Eingriffe die wir machen Ja, wie die barriere Freiheit auch.
00:35:24: Also es ist eine Rampe und bei die inklusive Stadtentwicklung wäre es zum Beispiel zwei Bänke zueinander zu drehen anstatt sie in eine Reihe zu platzieren.
00:35:34: Es sind die gleiche Anzahl an Bänken, das ist der gleiche Zahl an Arbeitsstunden, die dafür raufgehen.
00:35:40: aber es ist einfach so ne andere Anordnung.
00:35:44: oder also dass wir dann halt überlegen vielleicht die Lichtmasten etwas enger zusammen oder einen anderen Lichtmaske zu nehmen, was ein ähnlichen Preisprofil hat aber ein anderes Licht von sich gibt.
00:35:59: So eine weißes Licht.
00:36:01: und gerade das Thema Licht finde ich auch besonders wichtig weil mir ist es auch in Anliegen nicht alles so wie ne Festbestrahlung dann halt voll zu beleuchten sondern Konkret zu überlegen auf eine Stadtplanerische Ebene.
00:36:17: Wo sind die Wege, die für Menschen besonders wichtig sind?
00:36:21: Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben und Tagesabläufe.
00:36:25: Und wo muss die Beleuchtung hin?
00:36:27: Und anderen Sachen gerne dunkel lassen.
00:36:30: Dass wir sagen den ganzen Tiergarten oder der ganzen Friedrichstein-Volkspark wird nicht komplett beleuchtet, sondern aber ... Wir sehen zum Beispiel gerade bei Friedrichshein Volkspark.
00:36:40: Das ist mir ein sehr gutes Bekanntes Beispiel.
00:36:43: Es ist ein riesengroßer Park und es hat aber natürlich eine Schneise durch die Mitte, was beleuchtet ist weil sonst muss man wirklich fünfundzwanzig Minuten außen rumgehen.
00:36:53: Und nachts dunkel ist das echt nicht angenehm.
00:36:57: von daher also gerade da zu schauen.
00:36:59: na also wie können wir auch die Bedürfnisse von unterschiedlichen Gruppen von Menschen und Nutzenden dann halt im Einklang bringen?
00:37:08: Weil im Moment befriedigen wir eigentlich nur diejenigen, die ohnehin am Status quo gewinnen.
00:37:16: Und wie können wir dann aber auch erhöhte Komplexität?
00:37:20: Dann auch die Bedürfnisse zum Beispiel von Tieren, vom Umwelt- und Klimawandel – all das dann auch mitdenken!
00:37:30: Ich denke, da bietet auch irgendwie die Technologie immer mehr Möglichkeiten diese verschiedenen sich teils widersprechenden Bedürfnisse in Einklang zu bringen.
00:37:40: Vielleicht als Abschlussfrage welche praktischen Ressourcen Bücher Tools oder auch Personen würdest du jemandem empfehlen der sich noch tiefer mit diesem Thema beschäftigen möchte?
00:37:52: Also... Ein bisschen shameless.
00:37:56: Wir haben sehr viel dazu geschrieben, auf unserer Webseite findet man richtig viel unter urbanpolicy.com und ich habe auch ein Buch zu gendergerechte Stattinwicklungen geschrieben Und es gibt dann auch lauter, gute Ressourcen dafür.
00:38:12: Also von der Bundesministerium für Bau gibt es dann auch ein Leitlinie gendergerechter Stadtentwicklung.
00:38:19: da habe ich mitgewirkt.
00:38:22: und das vierte Gleichstellungsbericht des Bundes was gerade neu erschienen ist geht um den Sozialökologische Transformation.
00:38:30: Da ist auch ein Kapitel zur Stadtplanung dabei.
00:38:35: Richtig viele spannende und gute Bücher, zum Beispiel The Feminist City von Leslie Kern.
00:38:42: Genau also kann ich nur sagen es gibt richtig viel da draußen und auch würde ich auch immer empfehlen wenn man Interesse hat soll man sich mit anderen in Verbindung setzen weil wir sind eine Community die das Thema verantreibt Und oft hat man so ein bisschen das Gefühl, ich bin allein mit diesen Gedanken.
00:39:03: Aber tatsächlich also wir sind viele und tatsächlich die Gleichstellung ist in Deutschland seit fünfundzwanzig Jahren Gesetz.
00:39:13: Es wird weiterhin so ein bissel als Kavaliersdelikt abgetan dass es nicht umgesetzt wird.
00:39:20: Ich sage it's time!
00:39:22: Wir sollen es dann jetzt endlich umsetzen, also das geltende Gesetz in Deutschland
00:39:26: Wie die Kinderrechte
00:39:28: auch.
00:39:31: Ja,
00:39:32: vielen Dank!
00:39:33: Wir verlinken diese ganzen Sachen euch gerne in den Show Notes.
00:39:36: Das war ein super spannendes Gespräch mit vielen wertvollen Impulsen und wir hoffen dass wir damit einen Beitrag leisten konnten das mit Inklusion im Zusammenhang stehende Kinderrechten besser begriffen werden.
00:39:47: Danke liebe Mary für diesen sehr interessanten Austausch.
00:39:50: Wenn ihr noch Fragen oder Wünsche für weitere Themen habt, die wir in unserer Reihe behandeln sollen, dann schreibt uns gerne an die Mail-Adresse in den Shownotes.
00:39:57: Und wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert gerne unseren Podcast!
00:40:01: Der Podcast ist eine Co-Produktion der Städte Mannheim, Köln und das Bezirks Berlin Pankow.
00:40:06: Redaktion & Produktion Jürgen Brecht, Annika Latzer Schulte und Aline Freikin.
00:40:11: Technik Verena Ebel vom Medienkompetenzzentrum Panko des VTEC GGMBH.
00:40:17: Musik und Schnitt Dylan White, Cover und Artwork
00:40:20: Maya Luna Neumann.
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